In einem jüngst veröffentlichten Urteil hat sich das Finanzgericht Münster mit der Frage beschäftigt, ob die kostenlose Zurverfügungstellung von trockenen Brötchen durch den Arbeitgeber einen als lohnsteuerlichen Sachbezug zu versteuernde Mahlzeit darstellt. 

Wie die Richter ausführten, ist dies nicht der Fall, solange es zusätzlich keinen Belag wie Aufschnitt, Käse, Butter oder Marmelade oder Ähnliches gibt. Dies begründet die Richter damit, dass ein trockenes Brötchen und ein Kaffee wieder nach der Verkehrsanschauung noch umgangssprachlich ein Frühstück darstelle und ein Gastronom, der eine Übernachtung mit Frühstück anbieten würde, sich zurecht einen Mangel entgegenhalten lassen müsse, wenn er anstelle eines Frühstück lediglich ein trockenes Brötchen ohne Belag anbieten würde.

In der arbeitsrechtlichen Qualität verglichen die Richter des FG Münster die gereichten trockenen Brötchen mit üblichen Aufmerksamkeiten wie Plätzchen und Gebäck, dass zum Kaffee gereicht wird.

Quelle: Finanzgericht Münster vom 31. Mai 2017, Aktenzeichen 11 K4108 / 14

https://www.justiz.nrw.de/nrwe/fgs/muenster/j2017/11_K_4108_14_Urteil_20170531.html